Als CA Process Automation-Administrator richten Sie die Domäne ein, indem Sie Koordinationsrechner und Agenten installieren. Sie partitionieren die Domäne, indem Sie Umgebungen erstellen, wo jede Umgebung eine eigene Bibliothek hat. Sie konfigurieren Kontaktpunkte für Inhaltsdesigner, um Ziele für Operatoren anzugeben. Klicken Sie auf die Registerkarte "Konfiguration", und öffnen Sie das Auswahlmenü "Konfigurationsbrowser", um diese Entitäten anzuzeigen.
Die folgenden Regeln bestimmen die Kardinalität zwischen Entitätspaaren, die zueinander zugeordnet sein können:
- Domäne, Umgebungen, Koordinationsrechner, Agenten
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Koordinationsrechner und Agenten sind Softwarekomponenten, die physisch auf Hosts installiert werden. Die Domäne und Umgebungen sind logische Entitäten.
- Ein CA Process Automation-System hat nur eine Domäne.
- Wenn ein neues CA Process Automation-System installiert wird, hat die Domäne eine Standardumgebung. Die Standardumgebung enthält den Domänen-Koordinationsrechner.
- Die Domäne kann zahlreiche Umgebungen aufweisen. Sie können Umgebungen getrennten Bibliotheken hinzufügen. Zum Beispiel können Sie die Standardumgebung verwenden, um neue Inhalte zu gestalten und zu testen. Danach können Sie eine separate Produktionsumgebung erstellen. Jede Umgebung muss mindestens über einen Koordinationsrechner verfügen.
Hinweis: Normalerweise exportiert ein Administrator Inhalte aus der Standardumgebung und importiert sie anschließend in die Produktionsumgebung. Sie können Inhalte auch domänenübergreifend übertragen.
- Eine Umgebung kann einen oder mehrere Koordinationsrechner aufweisen. Jeder Koordinationsrechner wird auf einem separaten Host installiert.
Hinweis: Ein Koordinationsrechner kann standardmäßig oder geclustert sein. Ein geclusterter Koordinationsrechner hat mehrere Knoten. Jeder Knoten wird auf einem separaten Host installiert. Ein Koordinationsrechner wird im Konfigurationsbrowser als einzelne Entität angezeigt, unabhängig davon, ob es sich um einen geclusterten oder einen standardmäßigen (nicht geclustert) Koordinationsrechner handelt.
- Die Domäne kann so viele Agenten aufweisen, wie Sie benötigen. Agenten werden auf Hosts installiert und sind von Umgebungen unabhängig.
- Umgebungen und Kontaktpunkte
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Umgebungen und Kontaktpunkte sind logische Entitäten.
- Jeder Kontaktpunkt gehört zu einer Umgebung.
- Jede Umgebung kann zahlreiche Kontaktpunkte aufweisen.
- Für jeden Kontaktpunkt, der in einer Release-Version eines Prozesses in der Designumgebung verwendet wird, muss ein gleichnamiger Kontaktpunkt in der Produktionsumgebung vorhanden sein. Dadurch kann der nicht änderbare Prozess in der Produktionsumgebung ausgeführt werden.
- Koordinationsrechner und Kontaktpunkte
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Nachdem Sie einen Koordinationsrechner installiert haben, erstellen Sie einen Kontaktpunkt, der dem Koordinationsrechner mit einer bestimmten Umgebung zugeordnet ist. Operatoren in einem Prozess verwenden den Kontaktpunkt, der dem Koordinationsrechner zugeordnet ist, als Ziel. Die Kontaktpunkt-Zuordnung bestimmt die Umgebung, in der der Prozess ausgeführt wird.
- Der Domänen-Koordinationsrechner verfügt über einen vordefinierten Kontaktpunkt.
- Jeder Koordinationsrechner wird nur einem Kontaktpunkt zugeordnet.
- Ein Kontaktpunkt, der einem Koordinationsrechner zugeordnet ist, kann einem Agenten nicht zugeordnet werden. Verbindungen von Kontaktpunkt zu Koordinationsrechner und von Kontaktpunkt zu Agent schließen sich gegenseitig aus.
- Ein Operator wird auf dem Koordinationsrechner-Kontaktpunkt ausgeführt, der den Prozess ausführt, wenn das Operatorziel leer ist.
- Agenten und Kontaktpunkte
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Um einen Agenten für einen Operator als Ziel verfügbar zu machen, ordnen Sie den Agenten zu einem Kontaktpunkt, einem Proxy-Kontaktpunkt oder einer Hostgruppe zu.
- Sie können einen Agenten zu einem oder mehreren Kontaktpunkten zuordnen.
- Wenn Sie einen Agenten zu einem Kontaktpunkt zuordnen, können Operatoren direkt auf einem Host mit einem installierten Agenten ausgeführt werden, indem der Kontaktpunkt als Ziel verwendet wird.
- Wenn Sie einen Agenten zu mehreren Kontaktpunkten auf dem gleichen Host zuordnen, sind die Ziele der Kontaktpunkte üblicherweise unterschiedliche Komponenten auf dem Host. Zum Beispiel könnten Sie einen Kontaktpunkt definieren, um auf eine Datenbank zuzugreifen, und einen weiteren, um auf ein Drittanbieterprodukt zuzugreifen.
- Jeder Operator in einem Prozess wird auf einem Kontaktpunkt ausgeführt. Dieser Kontaktpunkt kann zu einem Operator, einem Agenten oder mehreren Agenten zugeordnet werden. Wenn Operator 1 auf dem Kontaktpunkt ABC in der Design- oder Testumgebung ausgeführt wird, wird er auf einem Kontaktpunkt namens ABC in der Produktionsumgebung ausgeführt. Alle Mitglieder dieses Kontaktpunktpaares sind zu unterschiedlichen Umgebungen zugeordnet. Die Mitglieder des Kontaktpunktpaares können zu demselben Agenten oder anderen Agenten zugeordnet sein. Dieser Zuordnungstyp ist ein Mechanismus für die Definition von Prozessen, die Sie umgebungsübergreifend migrieren können, ohne die Zielhostinformationen ändern zu müssen.
- Sie können einen Kontaktpunkt zu einem oder mehreren Agenten zuordnen. Sie können mehreren Agenten die gleiche Priorität zuweisen oder jedem Agenten eine unterschiedliche Priorität zuweisen.
- Wenn die Agenten unterschiedliche Prioritäten haben, werden Operatoren auf dem Agenten mit der höchsten Priorität ausgeführt. Wenn der Agent mit der höchsten Priorität nicht verfügbar ist, werden die Operatoren auf einem verfügbaren Agenten mit einer niedrigeren Priorität ausgeführt. Dieses Design stellt sicher, dass ein Zielhost verfügbar ist.
- Wenn einem Kontaktpunkt mehrere Agenten mit derselben Priorität zugeordnet sind, werden Operatoren auf einem nach dem Zufallsprinzip ausgewählten Agenten ausgeführt. Dieses Design fördert den Lastenausgleich.
- Ein Kontaktpunkt, der einem Koordinationsrechner zugeordnet ist, kann einem Agenten nicht zugeordnet werden.
- Agenten, Proxy-Kontaktpunkte und Remote-Hosts
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Ein Remote-Host ist ein Host, der ein Operatorziel ist, wenn es nicht praktisch ist, einen Agenten zu installieren.
- Sie können einen Agenten zu einem oder mehreren Proxy-Kontaktpunkten zuordnen.
- Ein Proxy-Kontaktpunkt ist ein Kontaktpunkt, der mit einer SSH-Verbindung zu einem Remote-Host konfiguriert wird. Der Remote-Host verfügt normalerweise nicht über einen Agenten.
- Wenn Sie einen Agenten zu einem Proxy-Kontaktpunkt zuordnen, können Operatoren in einem Prozess den Proxy-Kontaktpunkt als Ziel haben, auf dem Remote-Host ausgeführt zu werden.
Hinweis: Durch die Verwendung des Operators "SSH-Skript ausführen" in einem Prozess kann ein Koordinationsrechner die Auslastung ohne Umwege über einen Agenten an einen Remote-Host verteilen. Der Inhaltsdesigner definiert (im Operator) Konfigurationsparameter, die Hostadresse und Anmeldeinformationen für die SSH-Verbindung mit dem Remote-Host und die Ausführung eines Skripts festlegen. Details zum Operator "SSH-Skript ausführen" finden Sie im Referenzhandbuch für Inhaltsdesign.
- Agenten, Hostgruppen und Remote-Hosts
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Eine Hostgruppe ist eine Gruppe von Remote-Hosts. Sie konfigurieren normalerweise Hostgruppen mit einem gemeinsamen Muster für Hostnamen oder mit einem IPv4-Teilnetz, das in der CIDR-Notation ausgedrückt ist.
- Sie können einen Agenten zu einer oder mehreren Hostgruppen zuordnen.
- Sie können eine Hostgruppe zu einem oder mehreren Agenten zuordnen.
- Wenn ein Agent zu einer Hostgruppe zugeordnet ist, konfigurieren Sie die SSH-Verbindungen manuell. Konfigurieren sie manuell jeweils eine SSH-Verbindung vom Agenten-Host zu jedem Remote-Host, der von der Hostgruppe referenziert wird.
- Wenn ein Agent einer Hostgruppe zugeordnet ist, werden Operatoren in einem Prozess auf einem referenzierten Remote-Host ausgeführt. Operatoren zielen auf die IP-Adresse oder FQDN des Remote-Hosts ab.
Hinweis: Verwenden Sie für nicht interaktive SSH-Kommunikation mit einem Remote-Host einen Proxy-Kontaktpunkt oder eine Hostgruppe. Verwenden Sie für interaktive SSH-Kommunikation mit einem Remote-Host den Operator "SSH-Skript ausführen". Details zum Operator "SSH-Skript ausführen" finden Sie im Referenzhandbuch für Inhaltsdesign.