Datenobjekte können mithilfe von Laufzeitvariablen das Verhalten und die Auswahlkriterien dynamisch verändern.
Bei Abfrage-Datenobjekten können Sie in der SQL-Abfrage Laufzeitvariablen verwenden. Definieren Sie als Voraussetzung diese Laufzeitvariablen in der Variablenliste. Diese Liste schließt standardmäßige Abfrage-Variablen ein, und Sie können Ihre eigenen Variablen hinzufügen.
Beachten Sie zum Beispiel einen Bericht, der auf SQL-Abfrage basiert und eine Liste von Anwendern anzeigt. Das Datenobjekt kann einen "Last_Name"-Wert als Laufzeitvariable nehmen, um die Anfangsbuchstaben des Nachnamens anzuzeigen. Anwender des Datenobjekts werden aufgefordert, den "Last_Name"-Wert anzugeben. Sie können die Laufzeitvariable vom Typ "Zeichenfolge" mit der Bezeichnung %Last_Name% in der SQL-Anweisung verwenden. Verwenden Sie diese Variable, um die Ergebnisse auf Anwenderdatensätze zu beschränken, die mit dem vom Anwender eingegebenen Wert anfangen. Die folgende SQL-Anweisung gibt eine Beispielabfrage an:
SELECT first_name,middle_name,last_name FROM ca_contact WHERE (ca_contact.last_name like '%Last_Name%%')
Hinweis: Anwender werden nur zur Eingabe der Laufzeitvariablen in der SQL-Abfrage aufgefordert.
Für Plug-in-Datenobjekte können Sie Laufzeitvariablen als Name-Wert-Paare zur Java-Klasse weitergeben. Überprüfen Sie als Voraussetzung, ob das Berichts-Plug-in der Java-Klasse die Name-Wert-Paare für Plug-in-Datenobjekt annimmt.
Berücksichtigen Sie beispielsweise die Plug-in-Klasse "com.ca.usm.reporting.Plugins.RequestFulfillmentReport". Diese Plug-in-Klasse nimmt einen Parameter vom Typ "Datum" mit der Bezeichnung "START_DATE" an. Deswegen ist "START_DATE" im Datenobjekt erforderlich, das diese Plug-in-Klasse verwendet. In diesem Fall haben Sie folgende Möglichkeiten:
Sie können kontextuelle Systemvariablen mit Laufzeitvariablen für folgende Zwecke verwenden:
Die kontextuellen Systemvariablen lauten folgendermaßen:
|
Name |
Variable |
|
Aktueller Tag |
%TODAY% |
|
Vorheriger Tag |
%TODAY%-Days(1) |
|
Nächster Tag |
%TODAY%+Days(1) |
|
Erster Tag des Monats |
%START_OF_CURRENT_MONTH% |
|
Letzter Tag des Monats |
%END_OF_CURRENT_MONTH% |
|
Erster Tag des Jahres |
%START_OF_CURRENT_YEAR% |
|
Letzter Tag des Jahres |
%END_OF_CURRENT_YEAR% |
|
Anwenderdomäne (Geschäftsbereich) |
%USER_DOMAIN% |
|
Anwender-ID |
%USER_ID% |
Sie können eine anwenderdefinierte Laufzeitvariable für ein Abfrage-Datenobjekt definieren. Ein Beispiel ist das Hinzufügen einer Abfrage-Laufzeitvariablen, bei der es sich um eine Drop-down-Variable handelt.
So fügen Sie eine Abfrage-Laufzeitvariable hinzu
Die Seite "Berichts-Generator" wird angezeigt, wo auf der linken Seite, unter dem Hauptmenü, die Option "Datenobjekte" ausgewählt ist.
Die Seite wird Ihrer Aktion zum Erstellen oder Bearbeiten eines Datenobjekts angepasst.
Das Dialogfeld "Laufzeitvariable erstellen" oder "Laufzeitvariable bearbeiten" wird angezeigt.
Das Katalogsystem speichert Ihre Variablendefinition.
Sie können die Variable in einer SQL-Abfrage für ein Abfrage-Datenobjekt verwenden. Anwender werden aufgefordert, einen Wert einzugeben, wenn sie das Datenobjekt ausführen.
Hinweis: Wenn Sie eine Abfrage-Laufzeitvariable hinzufügen, bei der es sich um eine Drop-down-Variable handelt, ist die Anzahl der Werte in der resultierenden Drop-down-Liste auf 1000 beschränkt. Wenn die Berichtsabfrage mehr als 1000 Werte zurückgibt, kürzt das System diese zusätzlichen Werte. Folglich kann sie der Anwender nicht in der Drop-down-Liste anzeigen. Bei Bedarf kann die Anzahl der in der Drop-down-Liste angezeigten Werte auf einen Wert größer als 1000 eingestellt werden. Ausführliche Einzelheiten finden Sie im Implementierungshandbuch.
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