Mit CA ARCserve Backup können Sie Wiederherstellungsoptionen von Microsoft SQL Server und den Speicherort angeben, um sie wiederherzustellen.
Die Registerkarte "Wiederherstellungsoptionen" ermöglicht Ihnen, die Art der Datenbankwiederherstellung auszuwählen. Diese Registerkarte enthält folgende Auswahlmöglichkeiten:
Ermöglicht die automatische Auswahl aller erforderlichen Sitzungen und Optionen. Diese Option ist standardmäßig für alle Wiederherstellungsjobs aktiviert und wendet ausgewählte Optionen ordnungsgemäß auf die ausgewählten Sitzungen an.
Hiermit können Sie die gesamte Datenbank sichern.
Hiermit können Sie eine Datei oder Dateigruppe sichern, wenn aufgrund der Größe der Datenbank und der Leistungsanforderungen eine vollständige Datenbanksicherung nicht sinnvoll wäre.
Hinweis: Diese Option ist nur für Microsoft SQL Server 2000 und Microsoft SQL Server 2005 verfügbar.
Hiermit können Sie einen Teil der Datenbank an einem anderen Speicherort wiederherstellen, so dass beschädigte oder fehlende Daten zurück in die ursprüngliche Datenbank kopiert werden können. Die Granularität der teilweisen Wiederherstellung ist die Datenbank-Dateigruppe. Die Primärdatei und -dateigruppe werden immer wiederhergestellt, zusammen mit den von Ihnen angegebenen Dateien und den entsprechenden Dateigruppen. Das Ergebnis ist ein Teil der Datenbank. Dateigruppen, die nicht wiederhergestellt werden, werden als "offline" markiert und sind nicht zugänglich.
Repariert Datenbanken vor Ort, ohne dass eine Wiederherstellung der gesamten Datenbank erforderlich ist. Dieser Vorgang wird empfohlen, wenn nur ein paar Seiten beschädigt sind und eine sofortige Wiederherstellung wichtig ist.
Die Datenbank muss zuerst durch Ausführen einer Transaktionsprotokollsicherung mit der Protokollende-Option offline geschaltet werden. Zur Bestimmung beschädigter Seiten, die nicht erkannt wurden, und um zu verhindern, dass der Vorgang wiederholt werden muss, empfiehlt sich eine Datenbankkonsistenzprüfung vor der Sicherung mit der Option zum Fortsetzen bei Fehlschlagen der DBCC. Diese Option steht für alle Versionen von Microsoft SQL Server 2005 zur Verfügung. Anschließend kann die Wiederherstellung über "Beschädigte Seiten wiederherstellen" auf Grundlage der letzten Sitzung zur vollständigen oder Änderungssicherung der betreffenden Datenbank ausgeführt werden. Wenn die Option "Automatische Auswahl" aktiviert ist, werden alle aufeinanderfolgenden Transaktionsprotokollsitzungen so angeordnet, wie es auch bei einer Wiederherstellung von Dateien und Dateigruppen der Fall wäre. Wenn eine Änderungssitzung ausgewählt ist, wird die entsprechende Sitzung der vollständigen Sicherung automatisch ausgewählt. Die Datenbank bleibt offline, bis die Wiederherstellung abgeschlossen ist.
Hinweis: Microsoft empfiehlt diese Vorgehensweise nur als Notfallmaßnahme. Durch eine Reparatur beschädigter Seiten kann eine beschädigte Datenbank bei Zeitdruck wieder funktionstüchtig gemacht werden. Es wird jedoch dringend empfohlen, die Datenbank so schnell wie möglich auf ein neues Laufwerk zu migrieren, um das Risiko des Auftretens weiterer Fehler zu minimieren.
Für diese Option ist die Enterprise Edition von Microsoft SQL Server 2005 erforderlich. Die neuesten Transaktionsinformationen, die möglicherweise zur Reparatur der beschädigten Seiten benötigt werden, werden über eine Transaktionsprotokollsicherung ohne Abschneiden verfügbar gemacht. Zur Bestimmung beschädigter Seiten, die noch nicht entdeckt wurden, und um zu verhindern, dass der Vorgang wiederholt werden muss, wird eine Datenbankkonsistenzprüfung vor der Sicherung mit der Option zum Fortsetzen bei Fehlschlagen der DBCC empfohlen. Die Wiederherstellung mit Reparatur beschädigter Seiten kann dann für die letzte vollständige Sicherung oder Änderungssicherung dieser Datenbank ausgeführt werden. Wenn die Option "Automatische Auswahl" aktiviert ist, werden alle aufeinanderfolgenden Transaktionsprotokollsitzungen gesucht, wie es auch bei einer Wiederherstellung von Dateien und Dateigruppen der Fall wäre. Wenn eine Änderungssitzung ausgewählt ist, wird die entsprechende Sitzung der vollständigen Sicherung automatisch ausgewählt. Die Datenbank bleibt während des gesamten Vorgangs online, und jegliche Tabellen, die nicht von den beschädigten Seiten beeinträchtigt sind, bleiben zugänglich.
Hinweis: In einigen Fällen muss gegebenenfalls eine zusätzliche Transaktionsprotokollsicherung ohne Abschneiden durchgeführt und diese Sicherung ohne die Option "Automatische Auswahl" wiederhergestellt werden, um die reparierten Tabellen vollständig zu reaktivieren. Dies ist normalerweise der Fall, wenn solch eine Sicherung zu Beginn des Vorgangs nicht vorgenommen wurde.
Bei Wiederherstellung durch Reparatur beschädigter Seiten ist die Option "Status nach abgeschlossener Wiederherstellung" auf die Option "Datenbank betriebsbereit" beschränkt. Die Datenbankkonsistenzprüfung vor Wiederherstellung ist nur bei Verwendung der Option "Reparatur beschädigter Seiten – Online" aktiviert, da dies die einzige Zeit ist, zu der die Datenbank während einer Wiederherstellung online ist. Wenn vor der letzten Transaktionsprotokollsicherung keine Datenbankkonsistenzprüfung durchgeführt wurde, hilft diese Option dabei, sicherzustellen, dass Microsoft SQL Server alle beschädigten Seiten identifiziert.
Hinweis: Microsoft empfiehlt diese Vorgehensweise nur als Notfallmaßnahme. Durch eine Reparatur beschädigter Seiten kann eine beschädigte Datenbank bei Zeitdruck wieder funktionstüchtig gemacht werden. Es wird jedoch dringend empfohlen, die Datenbank so schnell wie möglich auf ein neues Laufwerk zu migrieren, um das Risiko des Auftretens weiterer Fehler zu minimieren.
Sofern aktiviert, ermöglicht diese Option Microsoft SQL Server, Dateien zu überschreiben, die nicht als Teil der wiederherzustellenden Datenbank erkannt werden. Verwenden Sie diese Option nur, wenn Sie eine Meldung von MicrosoftSQLServer erhalten, in der Sie aufgefordert werden, die Option "WITH REPLACE" zu verwenden. Diese Option entspricht der Verwendung des Parameters "With Replace" des Wiederherstellungsbefehls.
Wenn diese Option ausgewählt ist, wird bei der Wiederherstellung am ursprünglichen Speicherort die aktuelle ARCserve-Datenbank überschrieben und nicht die Datenbank, die bis zu dieser Sitzung gesichert wurde. Mit dieser Option können Sie die Sitzung und die Protokollinformationenen von einer ARCserve-Domäne in eine andere migrieren.
Weist den Wiederherstellungsvorgang an, die Replizierungseinstellungen beizubehalten, wenn eine öffentliche Datenbank auf einem anderen Server als dem, auf dem sie erstellt wurde, wiederhergestellt wird. Dadurch wird Microsoft SQL Server daran gehindert, die Replizierungseinstellungen zurückzusetzen, wenn eine Datenbank- oder Protokollsicherung auf einem Bereitschaftsserver wiederhergestellt und die Datenbank zurückgewonnen wird. Verwenden Sie die Option " Replizierungseinstellungen beibehalten", wenn Replikationen zum Protokollversand eingerichtet werden.
Sie können diese Option nicht auswählen, wenn Sie eine Sicherung mit der Option Datenbank nicht betriebsbereit, aber weitere Transaktionsprotokolle können wiederhergestellt werden wiederherstellen. Verwenden Sie diese Option nur mit der Option "Datenbank betriebsbereit. Weitere Transaktionsprotokolle können nicht wiederhergestellt werden".
Wenn diese Option ausgewählt ist, wird bei der Wiederherstellung am ursprünglichen Speicherort die aktuelle ARCserve-Datenbank überschrieben und nicht die Datenbank, die bis zu dieser Sitzung gesichert wurde. Mit dieser Option können Sie die Sitzung und die Protokollinformationenen von einer ARCserve-Domäne in eine andere migrieren.
Wenn diese Option ausgewählt ist, werden die aktuellen Informationen zu ARCserve-Domänen (z. B. der ARCserve-Domänenname, die Primärserver-Identität und die Identitäten der Mitgliedsserver) von der Zieldatenbank abgerufen, bevor die Wiederherstellung beginnt, und zurückgeschrieben, nachdem die Wiederherstellung abgeschlossen wurde. Dadurch bleiben diese Informationen auch nach der Wiederherstellung erhalten. Diese Option wird aktiviert, wenn die Optionen "Automatische Auswahl", "Datenbank betriebsbereit" und "Aktuelle ARCserve-Datenbank als ursprünglichen Speicherort verwenden" ausgewählt sind und in aktiviertem Zustand auch standardmäßig ausgewählt werden.
In dieser Version behält CA ARCserve Backup Verschlüsselungsinformationen in der CA ARCserve Backup-Datenbank bei. Die verschlüsselten Informationen können Sitzungskennwörter und Benutzerprofilinformationen enthalten; alle diese Informationen beziehen sich auf eine CA ARCserve Backup-Domäne. Wenn diese Option verwendet wird, ermittelt der Agent, ob er diese Informationen einer aufbewahrten CA ARCserve Backup-Domäne aus der überschriebenen Datenbank zuweisen kann. Wenn die wiederhergestellte Datenbank und die überschriebene Datenbank dieselben Domänen enthalten, werden die Zuweisungen dementsprechend wiederhergestellt. Wenn die wiederhergestellte Datenbank und die aufbewahrte Domänenliste keine gemeinsamen Domänen aufweisen, verhält sich der Agent wie in er folgenden Tabelle dargestellt. Für alle wiederhergestellten Domänen, die der Agent zu keiner der aufbewahrten Domänen zuordnen kann, müssen Sie die Schlüssel mit Hilfe des Hilfsprogramms DumpDB auf einen der CA ARCserve Backup-Primärserver oder Standalone-Server exportieren, die die Datenbank verwenden.
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Wiederhergestellte ARCserve-Datenbank |
Überschriebene ARCserve-Datenbank |
Aktion des Agenten: |
Manuelle Nachverfolgung |
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Eine CA ARCserve Backup-Domäne |
Eine CA ARCserve Backup-Domäne |
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Wenn Sie nach der Wiederherstellung der Datenbank die Manager-Konsole zum ersten Mal öffnen, werden Sie dazu aufgefordert, das Kennwort des Benutzers "caroot" von der wiederhergestellten Domäne anzugeben. Durch diesen Schritt wird die Übertragung des CA ARCserve Backup-Domänenschlüssels abgeschlossen. |
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Eine CA ARCserve Backup-Domäne |
Zwei oder mehr CA ARCserve Backup-Domänen |
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Zwei oder mehr CA ARCserve Backup-Domänen |
Beliebige Anzahl von CA ARCserve Backup-Datenbanken |
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Hinweis: Bevor Sie das Hilfsprogramm DumpDB ausführen, müssen Sie die Skripte "cstop" und "cstart" auf allen Servern in jeder Domäne ausführen, welche die überschriebene CA ARCserve Backup-Datenbank verwendet.
Informationen zur Verwendung des Hilfsprogrammms DumpDB finden Sie im Referenzhandbuch für die Befehlszeile.
Für diese Option stehen die Felder "Datum" und "Uhrzeit" zur Verfügung, in denen Sie ein bestimmtes Datum und eine bestimmte Uhrzeit festlegen können. Diese Option stellt die Datenbank bis zur angegebenen Markierung wieder her, bezieht jedoch nicht die Transaktion ein, die die Markierung enthält. Wenn Sie das Kontrollkästchen "Nach Datum/Uhrzeit" nicht aktivieren, endet die Wiederherstellung an der ersten Markierung mit dem angegebenen Namen. Wenn Sie das Kontrollkästchen "Nach Datum/Uhrzeit" aktivieren, endet die Wiederherstellung an der ersten Markierung mit dem angegebenen Namen an oder nach dem festgelegten Termin.
Hinweis: Diese Option ist nur für Microsoft SQL Server 2000 und Microsoft SQL Server 2005 verfügbar.
Für diese Option stehen die Felder "Datum" und "Uhrzeit" zur Verfügung, in denen Sie ein bestimmtes Datum und eine bestimmte Uhrzeit festlegen können. Diese Option stellt die Datenbank bis zur angegebenen Markierung wieder her, einschließlich der Transaktion, die die Markierung enthält. Wenn Sie das Kontrollkästchen "Nach Datum/Uhrzeit" nicht aktivieren, endet die Wiederherstellung an der ersten Markierung mit dem angegebenen Namen. Wenn Sie das Kontrollkästchen "Nach Datum/Uhrzeit" aktivieren, endet die Wiederherstellung an der ersten Markierung mit dem angegebenen Namen an oder nach dem festgelegten Termin.
Hinweis: Diese Option ist nur für Microsoft SQL Server 2000 und Microsoft SQL Server 2005 verfügbar.
Für diese Option stehen die Felder "Datum" und "Uhrzeit" zur Verfügung, in denen Sie ein bestimmtes Datum und eine bestimmte Uhrzeit festlegen können. Diese Option nimmt eine Wiederherstellung der Datenbank zum angegebenen Datum bzw. zur angegebenen Uhrzeit vor. Dies ist die Standardeinstellung.
Die folgenden Schalter bestimmen den Zustand der Datenbank nach Abschluss eines Wiederherstellungsjobs.
Mit dieser Option wird der Wiederherstellungsvorgang angewiesen, alle nicht festgeschriebenen Transaktionen rückgängig zu machen. Nach dem Wiederherstellungsvorgang ist die Datenbank einsatzbereit.
Hinweis: Wenn Sie die automatische Auswahlfunktion verwenden, müssen Sie keine manuelle Auswahl bei der Option "Status nach abgeschlossener Wiederherstellung" vornehmen, da CA ARCserve Backup die Sitzungen und die notwendigen Optionen automatisch auswählt. Wenn Sie die Option "Automatische Auswahl" nicht auswählen, müssen Sie die Regeln von Microsoft SQL Server für den Wiederherstellungsablauf beachten. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der MicrosoftSQLServer-Dokumentation.
Weist den Wiederherstellungsvorgang an, die nicht festgeschriebenen Transaktionen nicht rückgängig zu machen und die Datenbank in einem Zustand zu belassen, in dem sie zusätzliche Wiederherstellungen von Dateien und Dateigruppen, Transaktionsprotokollen sowie Änderungswiederherstellungen zulässt. Diese Option wird normalerweise beim Ausführen manueller Wiederherstellungen ausgewählt.
Aktivieren Sie diese Option, um nach Abschluss der Sicherung die Konsistenz der Datenbank zu überprüfen. Um diese Option auszuwählen, müssen Sie gleichzeitig die Option "Datenbank betriebsbereit" wählen. Durch die Auswahl dieser Option ermöglichen Sie folgende Optionen.
Aktivieren Sie diese Option, um die Konsistenzprüfung für die Datenbank ohne Überprüfung der Indizes für benutzerdefinierte Tabellen auszuführen.
Aktivieren Sie diese Option, um die Datenbank auf beschädigte Seiten und allgemeine Hardware-Fehler zu überprüfen. Außerdem prüft sie die Integrität der physischen Struktur von Seiten- und Datensatz-Headern sowie die Konsistenz von Objekt-ID und Index-ID der Seite. Diese Option umgeht die Tests zur Brauchbarkeit der Daten, die normalerweise im Zuge von Standardüberprüfungen der Datenbankkonsistenz durchgeführt werden, und prüft lediglich die physische Integrität der Daten. Sofern Sie die Indexüberprüfung ausdrücklich deaktivieren, indem Sie die Option "Indizes nicht überprüfen" wählen, gehört diese zu den Tests der physischen Integrität.
Hierbei wird die Wiederherstellung selbst dann ausgeführt, wenn die Konsistenzprüfung fehlgeschlagen ist.
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